Im Sommer 1922 wurde die Stadt Pokrowsk zur Hauptstadt des autonomen Gebietes der Wolgadeutschen, das im Januar 1924 in die Republik - ASSR WD umgewandelt wurde. Der Status der Hauptstadt gab der weiteren Entwicklung der Stadt einen neuen Aufschwung, sowie wirtschaftlich, als auch sozial-kulturell. Man baute Schulen, Handwerksschulen und Hochschulen. Das Problem mit Lehrkräften in der Republik der Wolgadeutschen in den 20er Jahren war sehr akut, und das Bildungsniveau der Lehrer ließ zu wünschen übrig. Im September 1928 nahm der Rat der Volkskommissare den am 5. Oktober desselben Jahres genehmigten Beschluß über die Eröffnung des deutschen Pädagogischen Instituts an, in dem es unter anderem hieß: „Die Eröffnung des Deutschen Pädagogischen Instituts in der Republik der Wolgadeutschen (Stadt Pokrowsk) muss für notwendig gehalten werden. Hier werden Lehrkräfte sowie für ASSR WD, als auch für deutsche Bevölkerung der ganzen Union ausgebildet. Zum ersten Rektor der Hochschule wurde Johannes Friedrich Schwab ernannt, zum Prorektor - Georgij Geinrichowitsch Dinges. Die Hochschule fing an, nationales Personal für die deutsche Bevölkerung des ganzen Landes vorzubereiten. Da Professor Dinges, Berater des Organisationskomitees, die Schwierigkeiten mit der Heranziehung der Wissenschaftler in die Provinz voraussah, legte er in Budget den maximal möglichen Preis für die damaligen Lehrer. Von großer Bedeutung war auch die Schaffung einer grundlegenden wissenschaftlichen Bibliothek. Georgij Dinges hat alles getan, um wissenschaftliche Zeitschriften, Enzyklopädien in allen Fachrichtungen zu sammeln. Viel Lehrliteratur wurde aus dem Ausland bezogen. Aber in den 1930er Jahren begann eine Welle der Repression, die Suche nach Feinden. Viele Lehrer, Professoren, Wissenschaftler wurden wegen antisowjetischer Aktivitäten angeklagt. Paul Rau starb, im Exil starb Georg Dinges und viele andere, die bei den Ursprüngen der Bildung und Aufklärung standen. Keiner der Festgenommenen kehrte zur Arbeit zurück. Dies betraff auch den Personalbestand des Deutschen Pädagogischen Instituts und die wissenschaftliche Bibliothek. „Antisowjetische“ und „bürgerliche“ Ausgaben von Büchern wurden beschlagnahmt.
1941, mit der Auflösung der Deutschen Republik wurde auch ihr Institut unnötig. Die hintere Stadt fing an, die Evakuierten zu empfangen. Und das dreistöckige Hauptgebäude wurde laut dem Befehl des Volkskommissars der Marine für die Schule der Luftverteidigung der Marine der UdSSR gegeben, die aus der Stadt Strelnja (im Leningrader Gebiet) evakuiert wurde. So existierte dieses Gebäude in unserer Stadt bis zum Jahr 2000.
1941, mit der Auflösung der Deutschen Republik wurde auch ihr Institut unnötig. Die hintere Stadt fing an, die Evakuierten zu empfangen. Und das dreistöckige Hauptgebäude wurde laut dem Befehl des Volkskommissars der Marine für die Schule der Luftverteidigung der Marine der UdSSR gegeben, die aus der Stadt Strelnja (im Leningrader Gebiet) evakuiert wurde. So existierte dieses Gebäude in unserer Stadt bis zum Jahr 2000.




