Die Exponate der Ausstellung öffnen einige Seiten der Geschichte der Wolgadeutschen, erzählen von republikanischen Gebäuden, großen Wissenschaftlern, Komponisten, Künstlern und Ärzten, die durch ihre Arbeit die allgemeine Anerkennung verdient haben und unser Land und die Wolga-Region verherrlicht haben. Die Geschichte Russlands ist untrennbar mit der Geschichte und Kultur ausländischer Siedler entlang der Wolga verbunden. Die Einladung der Siedler verfolgte vor allem das Ziel, die Grenzgebiete des Reiches zu besiedeln, vor den Überfällen durch Nomaden zu schützen sowie brachliegendes Land zu erschließen. Im Zeitraum von 1764 bis 1768 wurden an der Wolga 104 Kolonien mit mehr als 25.000 Einwohnern gegründet. Bis 1914 waren es dann über 200 mit einer Einwohnerzahl von 400.000 und mehr. Katharina II erwartete, die Kolonisten könnten den russischen Untertanen durch ihre Kunst, Handarbeit, Handwerke, auch mit Maschinen, die bis dahin in Russland unbekannt waren, die einfachsten und kürzesten Mittel für Landwirtschaft, Viehzucht, Waldwirtschaft und die Eröffnung ihrer eigenen Fabriken öffnen.
Die deutschen Kolonien, die entlang der Wolga entstanden, brachten ihre eigene Traditionen, Bräuche in unser Leben und sie trieben die Entwicklung der Industrie, der Landwirtschaft, der Ausbildung, des Gesundheitswesens, der Wissenschaft und der Kultur voran. Und dabei schafften es die Siedler, ihre eigene althergebrachte Lebensweise zu bewahren. Dank der Aussiedler erschienen neue Handwerke an der Wolga, an deren das Interesse bis heute nicht verloren ging, die Erde begann, gute Ernten zu geben, und viele Aussiedler wurden große Unternehmer.
In diesem Jahr jährt sich zum 80. Male die Deportation des Deutschen Volkes aus Russland nach Kasachstan und Sibirien, laut dem Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 28. August 1941.
