Schafften es die Siedler, ihre eigene althergebrachte Lebensweise zu bewahren. Ein eigenes nationales und kulturelles Zentrum besassen sie allerdings nicht. Der 1. Weltkrieg wirkte sich negativ auf die deutsche Bevölkerung aus. Möglicherweise deswegen unternahm die deutsche Bevölkerung nach der russischen Oktoberrevolution Bestrebungen, eine Form der Selbstverwaltung zu errichten. Eine wichtige Rolle in diesem Prozess spielte das am 30. April 1918 gegründete Wolgakommissariat für deutsche Angelegenheiten. Am 19. Oktober 1918 unterzeichnete V. I. Lenin das Dekret „Über die deutschen Kolonien im Wolga-Gebiet“. Dies ist ein Rechtsakt der Sowjetmacht über die Schaffung der ersten nationalen territorialen autonomen Bildung in der RSFSR - autonomes Gebiet der Wolgadeutschen, der vom Rat der Volkskommissare der RSFSR angenommen wurde. Das Wolgakommissariat legte seine Vollmachten nieder und übergab seine gesamte Machtfülle der Exekutive der Arbeiterkommune des Wolgadeut-schengebiets. Und die Stadt Engels- Pokrowsk (wie die damals genannt wurde) wurde zum Zentrum der Wolgadeutschenrepublik. Von 1922 bis 1941 war die Stadt Pokrowsk, als Hauptstadt der Wolgadeutschenrepublik, zusammen mit den Dörfern ihres Kreises, ein Teil der Region. Am 1. August 1922 zogen alle Regierungsstrukturen in die neue Hauptstadt um.
1924 wurde Pokrowsk nach der Reorganisation in die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen (ASSR WD) aufgenommen. All diese Information ist in den Dokumenten des Staatlichen Historischen Archivs der Wolgadeutschen festgehalten.
1924 wurde Pokrowsk nach der Reorganisation in die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen (ASSR WD) aufgenommen. All diese Information ist in den Dokumenten des Staatlichen Historischen Archivs der Wolgadeutschen festgehalten.



