Die Ikone mit dem Titel „Die Auferstehung — der Abstieg in die Unterwelt, mit Hochfesten, Leiden und Szenen aus den Evangelien“ schuf 1669 ein unbekannter Meister. Gewidmet ist sie dem Osterfest oder der Auferstehung des Herrn. Die Arbeit wurde speziell für die Georgskirche in Murom gestaltet und gehörte zu einer Gruppe aus fünf Ikonen, die dem Gotteshaus sein Erbauer und Stifter Sidor Lopatin schenkte.
Die christlich-orthodoxe Ikonographie verzichtete mit Ausnahme der späteren Zeit auf eine unmittelbare Darstellung der Auferstehung. Dieses Thema hatte man nur symbolisch aufgegriffen. Daher stellte man in der byzantinischen und altrussischen Kunst anstelle der Auferstehung entweder das Erscheinen des Engels vor den Myronträgerinnen oder den Abstieg in die Unterwelt dar.
In den kanonischen Evangelien gibt es keine Erzählung darüber, wie Christus in die Unterwelt hinabstieg, den Satan fesselte und die alttestamentarischen Seligen und Propheten mit Adam und Eva an der Spitze aus der Unterwelt herausführte. Die biblischen Texte enthalten lediglich vereinzelte Erwähnungen und Anspielungen hinsichtlich dieses Ereignisses. Seine ausführliche Beschreibung ist im apokryphischen Evangelium des Nikodemus, das im 2. Jahrhundert niedergeschrieben wurde, und in Schriften, die auf dessen Grundlage verfasst worden sind, enthalten.
Im Mittelteil der Ikone nehmen den Hauptteil der Komposition die frontale Figur Christi, der auf der zerstörten Höllenpforte steht, sowie Adam und Eva und eine Gruppe von Propheten und Seligen mit Johannes dem Täufer an der Spitze, die aus dem Grabe auferstanden sind, ein. Letzterer befindet sich rechts vom Erlöser. Als ein zusätzliches Sujet platzierte der Ikonenmaler hier eine kleine Szene der Prozession der Seligen ins Paradies und eine Darstellung des eigentlichen Paradieses. Es ist von allen Seiten her von einer Mauer umgeben, und an der Pforte zum Paradies steht ein einsichtig gewordener Räuber mit einem Kreuz in den Händen. Das zweite Mal wird dieser Held auf der Ikone bereits im Paradies, sich mit Heiligen unterhaltend, dargestellt.
Eine derartige Komposition war in der russischen Kunst ab Mitte des 16. Jahrhunderts bekannt. Für solch eine Ikonographie ist eine ausführliche Auslegung des Hauptereignisses unter Einbeziehung zusätzlicher Sujetmotive, die aus den Apokryphen und Osterbelehrungen der Heiligen Väter bekannt sind, charakteristisch. Die innere Reihe der kleinen Randbilder auf der Ikone aus Murom ist den Hochfesten, den wichtigsten Festtagen der orthodoxen Kirche nach dem Osterfest, gewidmet. Ergänzt wird sie durch Darstellungen der Empfängnis der Gottesmutter, des 25. Tages nach Ostern, von Mariä Schutz und Fürbitte sowie durch drei Sujets des Passionszyklus – der Kreuzabnahme, der Grablegung und des Beweinens. Die äußere Reihe der kleinen Randbilder mit mehreren festlichen Sujets illustriert ausführlich Geschehnisse, die mit der Auferstehung Christi in Verbindung stehen, und die Erscheinung des Erlösers vor seinen Jüngern nach der Auferstehung.
Die christlich-orthodoxe Ikonographie verzichtete mit Ausnahme der späteren Zeit auf eine unmittelbare Darstellung der Auferstehung. Dieses Thema hatte man nur symbolisch aufgegriffen. Daher stellte man in der byzantinischen und altrussischen Kunst anstelle der Auferstehung entweder das Erscheinen des Engels vor den Myronträgerinnen oder den Abstieg in die Unterwelt dar.
In den kanonischen Evangelien gibt es keine Erzählung darüber, wie Christus in die Unterwelt hinabstieg, den Satan fesselte und die alttestamentarischen Seligen und Propheten mit Adam und Eva an der Spitze aus der Unterwelt herausführte. Die biblischen Texte enthalten lediglich vereinzelte Erwähnungen und Anspielungen hinsichtlich dieses Ereignisses. Seine ausführliche Beschreibung ist im apokryphischen Evangelium des Nikodemus, das im 2. Jahrhundert niedergeschrieben wurde, und in Schriften, die auf dessen Grundlage verfasst worden sind, enthalten.
Im Mittelteil der Ikone nehmen den Hauptteil der Komposition die frontale Figur Christi, der auf der zerstörten Höllenpforte steht, sowie Adam und Eva und eine Gruppe von Propheten und Seligen mit Johannes dem Täufer an der Spitze, die aus dem Grabe auferstanden sind, ein. Letzterer befindet sich rechts vom Erlöser. Als ein zusätzliches Sujet platzierte der Ikonenmaler hier eine kleine Szene der Prozession der Seligen ins Paradies und eine Darstellung des eigentlichen Paradieses. Es ist von allen Seiten her von einer Mauer umgeben, und an der Pforte zum Paradies steht ein einsichtig gewordener Räuber mit einem Kreuz in den Händen. Das zweite Mal wird dieser Held auf der Ikone bereits im Paradies, sich mit Heiligen unterhaltend, dargestellt.
Eine derartige Komposition war in der russischen Kunst ab Mitte des 16. Jahrhunderts bekannt. Für solch eine Ikonographie ist eine ausführliche Auslegung des Hauptereignisses unter Einbeziehung zusätzlicher Sujetmotive, die aus den Apokryphen und Osterbelehrungen der Heiligen Väter bekannt sind, charakteristisch. Die innere Reihe der kleinen Randbilder auf der Ikone aus Murom ist den Hochfesten, den wichtigsten Festtagen der orthodoxen Kirche nach dem Osterfest, gewidmet. Ergänzt wird sie durch Darstellungen der Empfängnis der Gottesmutter, des 25. Tages nach Ostern, von Mariä Schutz und Fürbitte sowie durch drei Sujets des Passionszyklus – der Kreuzabnahme, der Grablegung und des Beweinens. Die äußere Reihe der kleinen Randbilder mit mehreren festlichen Sujets illustriert ausführlich Geschehnisse, die mit der Auferstehung Christi in Verbindung stehen, und die Erscheinung des Erlösers vor seinen Jüngern nach der Auferstehung.



