Als eine Deesis bezeichnet man in der darstellenden Kunst des Christentums eine Gruppe von Ikonen, in deren Mitte sich die Darstellung von Christi befindet. In der Übersetzung aus dem Griechischen bedeutet „Deesis“ „Bittgebet“, „demütige Bitte“. Diese Deesis mit dem Titel „Bild des Heiligen Abendmahls über der Altartür zum Allerheiligsten“ schuf ein unbekannter Meister Mitte des 17. Jahrhunderts. Sie war Bestandteil der mit Querbalken gestalteten Ikonenwand im Mariä-Verkündigungs-Kloster von Murom und befand sich unmittelbar über der Heiligen Pforte. Der als Tjablo bezeichnete Querbalken in einer christlich-orthodoxen Kirche ist eine Art Vorrichtung am Altar, auf der Ikonen stehen.
Die Komposition dieser Deesis besteht aus drei einzelnen Teilen, die in den sogenannten Kleimos – in durchbrochenen Fensterchen – angeordnet worden sind. Die rechtwinklige Tafel ist vollkommen mit vergoldeten Silberplättchen unterschiedlicher Größe mit einem großen floralen Ornament belegt worden. Ab dem 10.-11. Jahrhundert begann die Deesis als ein Teil des Kirchenensembles in der byzantinischen und altrussischen Kunst weite Verbreitung zu finden.
Das Hauptthema der Komposition sind die Wiederkunft des Herrn, das Jüngste Gericht und die Erlösung des Menschengeschlechts, die nach diesem folgt. In der Mitte der Deesis wird der Herr und Allherrscher, der zum Gericht wiederschienen ist, dargestellt. Und auf beiden Seiten von ihm befinden sich die Gottesmutter Maria und Johannes der Täufer. Sie halten ein Bittgebet für das Menschengeschlecht. Sie beide sind mit Flügeln und Kronen dargestellt worden. Alle Figuren sind mit Schwärze, einem Gemisch aus Schwefel und Quecksilber, auf der Grundlage von Gold mit geringen Beimengungen aus Zinnoberrot dargestellt worden. Zinnoberrot ist ein dunkelroter Farbton, der auf der Grundlage von Quecksilbersulfid hergestellt wird.
Neben der traditionellen Deesis-Ikonographie hat der Autor einige ikonographische Motive verwendet, die zu den Sujets „Thronende Herrscherin“ und „Sofia – die Weisheit Gottes“ gehören. Eine derartige Verbindung ist in anderen altrussischen Darstellungen nicht anzutreffen. In diesen Sujets erscheint Christus als Großer Hohepriester, und in der Figur der Gottesmutter wird die Christenkirche personifiziert.
Im mittelalterlichen Europa war der Typus der zentralen Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit verbreitet. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde er in der Kunst der byzantinischen Welt bekannt. Ihm liegen die theologischen Auslegungen des Heiligen Hieronymus zum Wortlaut des 109. Psalms zugrunde. In Russland wurde zu einem der frühesten Beispiele für diese Ikonographie die Randgestaltung einer Ikone aus der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale des Moskauer Kremls.
Die Komposition dieser Deesis besteht aus drei einzelnen Teilen, die in den sogenannten Kleimos – in durchbrochenen Fensterchen – angeordnet worden sind. Die rechtwinklige Tafel ist vollkommen mit vergoldeten Silberplättchen unterschiedlicher Größe mit einem großen floralen Ornament belegt worden. Ab dem 10.-11. Jahrhundert begann die Deesis als ein Teil des Kirchenensembles in der byzantinischen und altrussischen Kunst weite Verbreitung zu finden.
Das Hauptthema der Komposition sind die Wiederkunft des Herrn, das Jüngste Gericht und die Erlösung des Menschengeschlechts, die nach diesem folgt. In der Mitte der Deesis wird der Herr und Allherrscher, der zum Gericht wiederschienen ist, dargestellt. Und auf beiden Seiten von ihm befinden sich die Gottesmutter Maria und Johannes der Täufer. Sie halten ein Bittgebet für das Menschengeschlecht. Sie beide sind mit Flügeln und Kronen dargestellt worden. Alle Figuren sind mit Schwärze, einem Gemisch aus Schwefel und Quecksilber, auf der Grundlage von Gold mit geringen Beimengungen aus Zinnoberrot dargestellt worden. Zinnoberrot ist ein dunkelroter Farbton, der auf der Grundlage von Quecksilbersulfid hergestellt wird.
Neben der traditionellen Deesis-Ikonographie hat der Autor einige ikonographische Motive verwendet, die zu den Sujets „Thronende Herrscherin“ und „Sofia – die Weisheit Gottes“ gehören. Eine derartige Verbindung ist in anderen altrussischen Darstellungen nicht anzutreffen. In diesen Sujets erscheint Christus als Großer Hohepriester, und in der Figur der Gottesmutter wird die Christenkirche personifiziert.
Im mittelalterlichen Europa war der Typus der zentralen Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit verbreitet. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde er in der Kunst der byzantinischen Welt bekannt. Ihm liegen die theologischen Auslegungen des Heiligen Hieronymus zum Wortlaut des 109. Psalms zugrunde. In Russland wurde zu einem der frühesten Beispiele für diese Ikonographie die Randgestaltung einer Ikone aus der Mariä-Verkündigungs-Kathedrale des Moskauer Kremls.



