Die Ikone, auf der die Heiligen Kosmas und Damian dargestellt sind, wurde von einem unbekannten Ikonenmaler in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts geschaffen. Lange Zeit befand sich die Ikone in der Kirche zu Ehren dieser beiden Heiligen in Murom. Die Orthodoxe Kirche verehrt drei Paare von Heiligen mit diesen Namen, die alle ihre Heilkunst kostenlos den Armen zur Verfügung gestellt haben: ein Paar aus Rom, eins aus Arabien und eins aus Asien. Die Heiligenviten dieser drei Paare gleichen einander. Einige Forscher gehen davon aus, dass es in Wirklichkeit nur ein solches Paar mit den Namen Kosmas und Damian gegeben hat. Andere Experten neigen dagegen zu der Annahme, dass es drei verschiedene Paare von Ärzten gegeben hat, die diese Namen trugen.
Die Ikone gehört zu einem traditionellen ikonographischen Typus, der die Heiligen frontal und mit einem Gewand, einer kurzer Tunika und einem Überwurf, abbilden. Die Ikone ist nicht sehr groß, doch die Heiligen auf ihr wirken herrschaftlich und feierlich. Ihre schlanken und übertrieben langgezogenen Figuren tragen klassische Züge. Der Ikonenmaller hat Kosmas und Damian mit feinen Gesichtszügen und einer hohen Stirn gemalt. Diese künstlerischen Eigenheiten zeigen, dass der Maler unter dem Einfluss der Moskauer Schule des Dionisij stand. Jedoch weist die Ikone gleichsam auch Merkmale auf, die sie von der Moskauer Malschule der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts unterscheiden.
So hat der Künstler für die Muromer Ikone einen kühlen Farbklang gewählt. In ihm dominieren dichte und kräftige einerseits smaragd- und olivgrüne und andererseits rotbraune Töne. Für den Hintergrund hat der Maler ein helles Ocker gewählt. Die ausdrucksstarke Kontur der Kleidung unterstreicht die Schwere der Falten im Gewand. Die durchaus viel Raum einnehmenden Figuren stehen frei. Diese Merkmale ähneln der Rostower Schule des ersten Drittels des 16. Jahrhunderts, die sich an den Maltraditionen des 15. Jahrhunderts orientiert hatte.
Kosmas und Damian werden auf Ikonen oft mit einem Löffel, mit der sie Medizin verteilten, dargestellt. Diese Medizin trugen die Heiligen in einem Kästchen mit sich. Auf dieser Ikone fehlen die Löffel. Die Heiligen halten jedoch jeweils in ihrer einen Hand jenes gewöhnliche Erkennungszeichen: ein Kästchen für Medizin, das sie scheinbar mit ihrer rechten Hand segnen. In den Köpfen des Volkes war die Vorstellung verbreitet, dass die heiligen Brüder die Kranken durch „die Kraft des Heiligen Geistes“ gesund machten und dafür keinen Lohn verlangten. In Russland verehrte man Kosmas und Damian nicht nur als Ärzte, sondern auch als Schutzpatronen des Schmiedehandwerks.
Die Ikone gehört zu einem traditionellen ikonographischen Typus, der die Heiligen frontal und mit einem Gewand, einer kurzer Tunika und einem Überwurf, abbilden. Die Ikone ist nicht sehr groß, doch die Heiligen auf ihr wirken herrschaftlich und feierlich. Ihre schlanken und übertrieben langgezogenen Figuren tragen klassische Züge. Der Ikonenmaller hat Kosmas und Damian mit feinen Gesichtszügen und einer hohen Stirn gemalt. Diese künstlerischen Eigenheiten zeigen, dass der Maler unter dem Einfluss der Moskauer Schule des Dionisij stand. Jedoch weist die Ikone gleichsam auch Merkmale auf, die sie von der Moskauer Malschule der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts unterscheiden.
So hat der Künstler für die Muromer Ikone einen kühlen Farbklang gewählt. In ihm dominieren dichte und kräftige einerseits smaragd- und olivgrüne und andererseits rotbraune Töne. Für den Hintergrund hat der Maler ein helles Ocker gewählt. Die ausdrucksstarke Kontur der Kleidung unterstreicht die Schwere der Falten im Gewand. Die durchaus viel Raum einnehmenden Figuren stehen frei. Diese Merkmale ähneln der Rostower Schule des ersten Drittels des 16. Jahrhunderts, die sich an den Maltraditionen des 15. Jahrhunderts orientiert hatte.
Kosmas und Damian werden auf Ikonen oft mit einem Löffel, mit der sie Medizin verteilten, dargestellt. Diese Medizin trugen die Heiligen in einem Kästchen mit sich. Auf dieser Ikone fehlen die Löffel. Die Heiligen halten jedoch jeweils in ihrer einen Hand jenes gewöhnliche Erkennungszeichen: ein Kästchen für Medizin, das sie scheinbar mit ihrer rechten Hand segnen. In den Köpfen des Volkes war die Vorstellung verbreitet, dass die heiligen Brüder die Kranken durch „die Kraft des Heiligen Geistes“ gesund machten und dafür keinen Lohn verlangten. In Russland verehrte man Kosmas und Damian nicht nur als Ärzte, sondern auch als Schutzpatronen des Schmiedehandwerks.



