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Das Heilige Fürstenpaar Pjotr und Fevronia

Entstehungszeit
1618
Maße
174x143 cm
174х143
Technik
Holz, Tempera; Beschlag aus fein behauenem Metall
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#1
Unbekannter Autor
Das Heilige und ehrwürdige Fürstenpaar Pjotr und Fevronia
#2
Die Ikone des Heiligen und ehrwürdigen Fürstenpaares Pjotr und Fevonia hat ein unbekannter Ikonenmaler im Jahre 1618 geschaffen. Diese Ikone der frommen Eheleute wurde speziell für die Kathedrale zu Ehren der Gottesmutter in Murom angefertigt. Dort befanden sich früher die Reliquien der Heiligen. Die Ikone war von Andrej Palizyn, einem Neffen von Avraamij Palizyn, dem Proviantmeister des Sergius-Dreifaltigkeitsklosters, in Auftrag gegeben worden.

Literarische Grundlage für das auf der Ikone Dargestellte ist „Die Geschichte von Pjotr und Fevronia von Murom“, die Hermolaus-Erasmus während der Regentschaft Iwans des Schrecklichen niederschrieb. Hermolaus-Erasmus war ein bekannter kirchlicher Schriftsteller und Publizist. Metropolit Makarij hatte ihm aufgetragen, die Geschichte der beiden Heiligen von Murom aufzuschreiben, da man sie auf dem Kirchenkonzil von 1547 gedachte, heilig zu sprechen. Zuallererst war die Geschichte des Hermolaus-Erasmus als erbaulicher Teil für den feierlichen Nachtgottesdienst am kirchlichen Ehrentag dieser Muromer Heiligen und Wundertäter gedacht. 

Im Mittelteil der Ikone sind die Heiligen Pjotr und Fevronia in monastischen Gewändern dargestellt. Sie beten zu Jesus Christus. Um sie herum befinden sich zweiunddreißig sogenannte Kleimen, kleine Szenen aus dem Leben der Heiligen. Alle auf diesen Bildern dargestellten Personen haben ausdrucksstarke Gesichter, ihre Figuren sind genau gezeichnet und ihre Gesten wirken sehr lebendig. 

Die ikonografische Gestaltung entspricht nicht genau der Tradition. Dem Ikonenmaler war es nicht so sehr daran gelegen, viele Details des irdischen Lebens der Heiligen zu zeigen, sondern es ging ihm vielmehr darum, ihnen ein ruhmreiches Denkmal setzen zu wollen. Mit Hilfe künstlerischer Mittel ist es dem Maler gelungen, eine traditionelle Heiligenvita in Bildern zu erschaffen. Er hat seine Helden glorifiziert und aus ihrer Lebensgeschichte alle jene Momente entfernt, die eher folkloristischer Natur sind und einer christlichen Weltsicht nicht angemessen sind.  

Ein bedeutender Teil der Kleimen auf der Ikone behandeln kirchliche Riten und Sakramente: Trauung, Prozessionen, Mönchsweihe, Begräbnis und die Überführung der Reliquien. Dabei trifft man in diesen ikonographischen Darstellungen ebenfalls auf andere Themen, wie den Einzug in Jerusalem, das Entschlafen der Gottesmutter sowie den Empfang der Gottesmutterikone von Wladimir. Besonderen Raum nehmen die Wunder ein: das Erblühen eines verbrannten Zweiges und die Auffindung beider Leiber der Heiligen zusammen in einem Grabe.  

Auf der Rückseite der Ikone ist eine Eintragung des Stifters erhalten: „Diese Ikone hat der ewigsündige Andrej Fjodorow, ein Sohn von Palizyn und Diener des Zaren, im Jahre 7126, im Monat März am 13. Tage in der Muromer Kathedrale der Heiligen Gottesmutter und ihrer ruhmreichen und ehrvollen Geburt zur Ehre der großen und wundertätigen Fürsten Pjotr und Fevronia aufgestellt“.  
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Das Heilige Fürstenpaar Pjotr und Fevronia

Entstehungszeit
1618
Maße
174x143 cm
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