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Der Heilige Nikolaus, der Wundertäter

Entstehungszeit
Ende des 13. – erste Hälfte des 14. Jahrhunderts
Maße
97x75 cm
97х75
Technik
Holz, Tempera
3
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#1
Unbekannter Autor
Der Heilige Nikolaus, der Wundertäter
#8
Die Ikone, auf der der Heilige Nikolaus, der Wundertäter, dargestellt ist, hat ein unbekannter Ikonenmaler am Ende des 13. oder in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gemalt. Innerhalb der Orthodoxen Kirche ist der Heilige Nikolaus, der Wundertäter, einer der am meistverehrten heiliggesprochenen Bischöfe. Er hat im 3. und in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts gelebt. Der Heilige war Erzbischof der Stadt Myra im einstigen Lykien von Kleinasien (in der heutigen Türkei). Der Heilige Nikolaus war auf dem I. Ökumenischen Konzil in Nikäa zugegen, wo er als entschlossener Gegner der häretischen Lehre des alexandrinischen Priesters Arius auftrat.

Es existiert eine ganze Reihe von Lebensbeschreibungen des Heiligen. Alle diese verschiedenen Varianten berichten von Wundern, die der Heilige Nikolaus zu Lebzeiten und nach seinem Tode bewirkt hat. Im Jahre 1087 wurden die Reliquien des Heiligen aus Myra in Lykien in das italienische Bari gebracht, woraufhin die Verehrung des Heiligen in Russland besondere Bedeutung erfuhr. Zu Ehren dieser Überführung der Reliquien hat die Russische Orthodoxe Kirche eigens einen kirchlichen Feiertag ins Leben gerufen, den es in Byzanz nicht gegeben hatte. Man verehrte den Heiligen als einen wahrhaft großen Erzhirten Christi und stellte ihn in eine Reihe mit den Aposteln. Er gilt als Beschützer des gesamten Menschengeschlechts, der schnell zu Hilfe eilt. 

Auf der Ikone ist der Heilige Nikolaus von vorn und mit dem Oberkörper dargestellt. Mit der rechten Hand segnet er die Betenden, in der linken hält er das geschlossene Evangelium. Zu beiden Seiten des Heiligen befinden sich Darstellungen von Christus, der dem Heiligen das Evangelium reicht, und der Gottesmutter mit dem Omorphorion, dem Pallium, in der linken Hand. Das Gesicht des Heiligen ist sehr rund dargestellt. Der Heilige Nikolaus presst die Lippen aufeinander und seine ovalen und mandelförmigen Augen schauen den Betrachter direkt an. Die Gesichtszüge sind grob und geometrisch exakt. Kopf- und Barthaar sind sehr fein gezeichnet.  

In der Chronik der Stadt Murom findet sich eine in den 1630-er Jahren gefertigte Eintragung bezüglich der Ikone des Heiligen Nikolaus. Dort wird die Ikone in einem vergoldeten Silberbeschlag beschrieben, der mit silbernen Schmuckelementen in Form von Kronen und Talern sowie mit dieser Ikone gespendetem Silbergeld verziert war. Die Tatsache, dass sich eine Beschreibung der Ikone in dieser Chronik befindet, bezeugt, dass sie von den Bürgern Muroms besonders verehrt wurde und für diese als wundertätig galt. 

Nach der Restaurierung der Ikone durch Fachleute wurde die originale Schicht des Autors freigelegt: eine Schicht blauer Farbe und Grundierung. An den Stellen, wo die Bemalung verloren gegangen war, haben die Restauratoren spätere Zusätze nachgewiesen. In der rechten Hälfte der Ikone sind Reste einer Bemalung aus dem 17. Jahrhundert erhalten: eine Darstellung der Gottesmutter und eines Medaillons.  
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Der Heilige Nikolaus, der Wundertäter

Entstehungszeit
Ende des 13. – erste Hälfte des 14. Jahrhunderts
Maße
97x75 cm
97х75
Technik
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