Diese Königstür ist im 16. bis 17. Jahrhundert gefertigt worden. Die Königstür ist unbedingter Bestandteil einer orthodoxen Kirche. Sie gilt als Haupteingang zum Altarraum und befindet sich genau in der Mitte der Trennwand vor dem Altarraum, d.h. der Ikonostase. Diese zentrale Tür wird Königstür genannt, weil während des Gottesdienstes durch sie der Herr der Herrlichkeit, Jesus Christus, hindurchgeht. Die Anwesenheit Christi ist in den eucharistischen Gaben symbolisiert, die der Priester aus dem Altarraum heraus durch diese Tür zum gläubigen Volke hinträgt. Manchmal wird die Königstür auch „Heilige Tür“ oder „Paradiespforte“ genannt, da der Altarraum einer Kirche in der christlichen Tradition symbolisch für das Paradies steht.
Die hier ausgestellte Königstür befand sich früher im Dreifaltigkeitskloster in Murom. Auf ihr sind mehrere Malschichten erhalten. Die unterste Schicht stammt aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist nur in Fragmenten erhalten. Im Laufe des gesamten 17. Jahrhunderts ist die Bemalung der Königstür regelmäßig erneuert worden. Die Silberbeschläge der Nimbusse mit den Gravuren und jene, die den Hintergrund und die Kleima verdecken, lassen sich in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts datieren.
In Byzanz war das meistverwendete Motiv auf der Königstür das der Verkündigung an Maria. Die Königstüren in russischen Ikonostasen lassen sich in zwei unterschiedlichen Typen einteilen. Einerseits finden sich auf ihnen die heiliggesprochenen Bischöfe Basilius der Große und Johannes Chrysostomos und andererseits die vier Evangelisten.
Die Darstellung der Verkündigung an Maria auf der Königstür hat einen tiefen dogmatischen und liturgischen Sinn. Die Verkündigung an Maria gilt als Moment der Menschwerdung Gottes durch die Jungfrau Maria. In der christlichen Tradition benutzt man für dieses Ereignis den Begriff der „geschlossenen“ Tür, durch die nach der Vorhersage durch den Propheten Ezechiel allein der Herr hindurchgeht. Die Verkündigung an Maria gilt als der Beginn der Heilsgeschichte für das Menschengeschlecht, der die Gottesmutter dienlich war. Sie war es, die den Menschen die Pforte des Paradieses wieder aufgetan hat, nachdem diese wegen des Sündenfalls der Urahnen Adam und Eva verschlossen worden war. Die Frohe Botschaft vom Heil der Menschheit wurde von denen auf der Königstür dargestellten vier Evangelisten der Welt verkündet.
Die Königstür des Muromer Museums zählt zum zweiten Typus, der weite Verbreitung im 16. und 17. Jahrhundert gefunden hat. Sie besitzt einen figurenhaften und vielgestaltigen oberen Teil. Auf ihm ist traditionell die Szene der Verkündigung an Maria dargestellt. Im unteren Teil sieht man die Evangelisten beim Schreiben. Links hat der Ikonenmaler die Evangelisten Johannes zusammen mit Prochor und den Evangelisten Lukas dargestellt, rechts die Apostel Matthäus und Markus.
Die hier ausgestellte Königstür befand sich früher im Dreifaltigkeitskloster in Murom. Auf ihr sind mehrere Malschichten erhalten. Die unterste Schicht stammt aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist nur in Fragmenten erhalten. Im Laufe des gesamten 17. Jahrhunderts ist die Bemalung der Königstür regelmäßig erneuert worden. Die Silberbeschläge der Nimbusse mit den Gravuren und jene, die den Hintergrund und die Kleima verdecken, lassen sich in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts datieren.
In Byzanz war das meistverwendete Motiv auf der Königstür das der Verkündigung an Maria. Die Königstüren in russischen Ikonostasen lassen sich in zwei unterschiedlichen Typen einteilen. Einerseits finden sich auf ihnen die heiliggesprochenen Bischöfe Basilius der Große und Johannes Chrysostomos und andererseits die vier Evangelisten.
Die Darstellung der Verkündigung an Maria auf der Königstür hat einen tiefen dogmatischen und liturgischen Sinn. Die Verkündigung an Maria gilt als Moment der Menschwerdung Gottes durch die Jungfrau Maria. In der christlichen Tradition benutzt man für dieses Ereignis den Begriff der „geschlossenen“ Tür, durch die nach der Vorhersage durch den Propheten Ezechiel allein der Herr hindurchgeht. Die Verkündigung an Maria gilt als der Beginn der Heilsgeschichte für das Menschengeschlecht, der die Gottesmutter dienlich war. Sie war es, die den Menschen die Pforte des Paradieses wieder aufgetan hat, nachdem diese wegen des Sündenfalls der Urahnen Adam und Eva verschlossen worden war. Die Frohe Botschaft vom Heil der Menschheit wurde von denen auf der Königstür dargestellten vier Evangelisten der Welt verkündet.
Die Königstür des Muromer Museums zählt zum zweiten Typus, der weite Verbreitung im 16. und 17. Jahrhundert gefunden hat. Sie besitzt einen figurenhaften und vielgestaltigen oberen Teil. Auf ihm ist traditionell die Szene der Verkündigung an Maria dargestellt. Im unteren Teil sieht man die Evangelisten beim Schreiben. Links hat der Ikonenmaler die Evangelisten Johannes zusammen mit Prochor und den Evangelisten Lukas dargestellt, rechts die Apostel Matthäus und Markus.



