Die Ikone der Gottesmutter „Maria von der lebensspendenden Quelle“ (auch: Zoodochos Pigi) malte Tichon Gorinskij 1715. Diese Darstellung geht auf die wundertätige Ikone zurück, die die Kirche neben dem Silivri-Tor (in der Umgebung des einstigen Konstantinopels) schmückte. Die byzantinische Kirche befand sich neben einer Heilquelle. Der Historiker des 14. Jahrhunderts Nikephoros Kallistu Xanthopulos verfasste eine ausführliche Beschreibung des Gotteshauses und der wundertätigen Ikone. Laut dieser Beschreibung waren auf der Ikone Leidende dargestellt worden, die zu der Ikone in der Hoffnung gekommen waren, von den Krankheiten geheilt zu werden.
Die frühesten Darstellungen der Gottesmutter „Maria von der lebensspendenden Quelle“ stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Diese Arbeiten gehören zur kurzen ikonographischen Variante. Sie zeigen nur die Gottesmutter mit dem Jesuskind in einem Kelch. Derartige Darstellungen erinnerten nicht nur an die heilende Hilfe der Gottesmutter, sondern besaßen auch einen tieferen Sinn, der mit dem Thema der Menschwerdung Gottes in Verbindung steht. Unter der Menschwerdung Gottes wird im Christentum die Quelle der Erlösung verstanden, die den Weg zu einem ewigen Leben eröffnet.
Der Kelch mit der Darstellung der Gottesmutter und des Kindes konnte auch mit dem Kelch der Geweihten Gaben verglichen werden. Im 14. und 15. Jahrhundert war dieses Bild im Rahmen unterschiedlicher liturgischer Programme anzutreffen. Die vollständige ikonographische Variante, bei der die Leidenden anwesend sind, fand in Russland ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Verbreitung. Zu dieser Zeit waren literarische Almanache populär, in denen zahlreiche Beispiele der Fürsprache und des Beistands sowie der wundertätigen Hilfe der Gottesmutter beschrieben wurden. Der bekannteste ist „Der neue Himmel“ von Ioannikios Goljatowskij, der 1665 herausgegeben wurde.
Der Jaroslawler Ikonenmaler Tichon Gorinskij wurde 1679 geboren. Er schuf mehrere Ikonen, von denen vier erhalten geblieben sind. Tichon Gorinskij gehörte zum Synodalkontor und arbeitete in der Rüstkammer des Moskauer Kremls. Von ihm stammen die „Gottesmutter aus Jerusalem“ (1710, Staatliches Russisches Museum in Sankt Petersburg), die private Ikone von Zarentochter (Prinzessin) Evdokia Alexejewna „Peter und Paul“ (1712, Museum „Jungfrauenkloster“ in Moskau) und ein dreiteiliger Flügelaltar mit einer Deesis (1719, Staatliches Historisches Museum in Moskau).
Bis Ende des 20. Jahrhunderts war in Murom eine verlassene Holzkapelle erhalten geblieben, die in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts zu Ehren der Gottesmutter-Ikone „Lebensspendende Quelle“ geweiht worden war. Die hatte man neben dem Gebäude einer Pumpstation in einer malerischen Schlucht erbaut, in der eine Vielzahl von Quellen sprudelten. Und unter ihr war ein Brunnen angelegt worden, in dem das Wasser von dreizehn heiligen Quellen zusammenfloss. Von dort wurde das Wasser für die Wasserversorgung von Murom genommen. Der Überlieferung nach hatten an dieser Stelle die aus der Stadt vertriebenen Eheleute Peter und Fevronia gelebt.
Die frühesten Darstellungen der Gottesmutter „Maria von der lebensspendenden Quelle“ stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Diese Arbeiten gehören zur kurzen ikonographischen Variante. Sie zeigen nur die Gottesmutter mit dem Jesuskind in einem Kelch. Derartige Darstellungen erinnerten nicht nur an die heilende Hilfe der Gottesmutter, sondern besaßen auch einen tieferen Sinn, der mit dem Thema der Menschwerdung Gottes in Verbindung steht. Unter der Menschwerdung Gottes wird im Christentum die Quelle der Erlösung verstanden, die den Weg zu einem ewigen Leben eröffnet.
Der Kelch mit der Darstellung der Gottesmutter und des Kindes konnte auch mit dem Kelch der Geweihten Gaben verglichen werden. Im 14. und 15. Jahrhundert war dieses Bild im Rahmen unterschiedlicher liturgischer Programme anzutreffen. Die vollständige ikonographische Variante, bei der die Leidenden anwesend sind, fand in Russland ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Verbreitung. Zu dieser Zeit waren literarische Almanache populär, in denen zahlreiche Beispiele der Fürsprache und des Beistands sowie der wundertätigen Hilfe der Gottesmutter beschrieben wurden. Der bekannteste ist „Der neue Himmel“ von Ioannikios Goljatowskij, der 1665 herausgegeben wurde.
Der Jaroslawler Ikonenmaler Tichon Gorinskij wurde 1679 geboren. Er schuf mehrere Ikonen, von denen vier erhalten geblieben sind. Tichon Gorinskij gehörte zum Synodalkontor und arbeitete in der Rüstkammer des Moskauer Kremls. Von ihm stammen die „Gottesmutter aus Jerusalem“ (1710, Staatliches Russisches Museum in Sankt Petersburg), die private Ikone von Zarentochter (Prinzessin) Evdokia Alexejewna „Peter und Paul“ (1712, Museum „Jungfrauenkloster“ in Moskau) und ein dreiteiliger Flügelaltar mit einer Deesis (1719, Staatliches Historisches Museum in Moskau).
Bis Ende des 20. Jahrhunderts war in Murom eine verlassene Holzkapelle erhalten geblieben, die in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts zu Ehren der Gottesmutter-Ikone „Lebensspendende Quelle“ geweiht worden war. Die hatte man neben dem Gebäude einer Pumpstation in einer malerischen Schlucht erbaut, in der eine Vielzahl von Quellen sprudelten. Und unter ihr war ein Brunnen angelegt worden, in dem das Wasser von dreizehn heiligen Quellen zusammenfloss. Von dort wurde das Wasser für die Wasserversorgung von Murom genommen. Der Überlieferung nach hatten an dieser Stelle die aus der Stadt vertriebenen Eheleute Peter und Fevronia gelebt.



