Die Ikone malte Afanasij Rjasanzew 1692. Die Gottesmutter von Wladimir wurde zum wichtigsten Bild der Gottesmutter Maria in der Kathedrale des Mariä-Verkündungs-Klosters von Murom. Afanasij Rjasanzew war ein erfahrener Ikonenmaler in der Werkstatt des Zaren. Er schuf die Ikone im Auftrag des Kaufmanns Afanasij Sokolow aus dem Stand der Moskauer Kaufleute. Die Autorenschaft belegt die erhalten gebliebene Signatur am unteren Ikonenrand. Noch ein Bild der Gottesmutter von Wladimir hatte Afanasij Rjasanzew ein Jahr zuvor, 1691 gemalt. Es befindet sich nach wie vor in der Moskauer Elijas-Kirche.
Die Darstellung der Gottesmutter auf der Ikone von Afanasij Rjasanzew setzt die Tradition der byzantinischen Ikone aus der Zeit vom 12. bis 17. Jahrhundert fort. Als der Ikonenmaler seine Kopie schuf, orientierte er sich am wundertätigen Bild der Gottesmutter und war bestrebt, dessen künstlerischen Besonderheiten zu vermitteln. Auf einer gesonderten Tafel wird in vier kleinen als Kleimo bezeichneten Bildern die legendäre Geschichte von der Gestaltung der Figur der Gottesmutter Maria durch den Evangelisten Lukas dargestellt.
Auf den ersten beiden kleinen Bildern wird dargestellt, wie Lukas die Figur der Gottesmutter malt und ihr die geschaffene Darstellung zeigt. Diese Sujets waren in der russischen Kunst verbreitet. Sie sind sowohl auf einzelnen Ikonen als auch auf den kleinen Randbildern über die sogenannten Wundertaten, die Bestandteil der Gottesmutterdarstellungen waren, anzutreffen. Diese beiden kleinen Szenen basieren auf der christlichen Tradition der Verehrung des Evangelisten Lukas als Schöpfer der zu Lebzeiten geschaffenen Darstellungen der Gottesmutter Maria. Die Überlieferung darüber kam nicht später als im 6. Jahrhundert auf. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts verwendete sie der Heilige Johannes von Damaskus als ein wichtiges Argument im Streit mit den Ikonoklasten.
Auf dem dritten und vierten Randbild wird die Überlieferung von dem nicht durch Hand geschaffenen Bild der Jungfrau Maria dargestellt. Die Apostel hatten die Gottesmutter gebeten, durch ihre Anwesenheit das Gotteshaus zu weihen, das in Lydda, dem heutigen Lod, unweit von Jerusalem errichtet worden war. Das letzte Randbild zeigt die Verneigung der Apostel und des Volkes vor dem nicht durch Hand geschaffenen Bild der Gottesmutter, das in diesem Gotteshaus erschienen war.
Die Ikone ist mit einer separaten Einlegetafel versehen, die 1709 geschaffen wurde. Auf ihr befindet sich der Hinweis, dass die Ikone eine Gabe des Kaufmanns Afanasij Sokolow aus dem Stand der Moskauer Kaufleute für das Mariä-Verkündungs-Kloster ist:
Die Darstellung der Gottesmutter auf der Ikone von Afanasij Rjasanzew setzt die Tradition der byzantinischen Ikone aus der Zeit vom 12. bis 17. Jahrhundert fort. Als der Ikonenmaler seine Kopie schuf, orientierte er sich am wundertätigen Bild der Gottesmutter und war bestrebt, dessen künstlerischen Besonderheiten zu vermitteln. Auf einer gesonderten Tafel wird in vier kleinen als Kleimo bezeichneten Bildern die legendäre Geschichte von der Gestaltung der Figur der Gottesmutter Maria durch den Evangelisten Lukas dargestellt.
Auf den ersten beiden kleinen Bildern wird dargestellt, wie Lukas die Figur der Gottesmutter malt und ihr die geschaffene Darstellung zeigt. Diese Sujets waren in der russischen Kunst verbreitet. Sie sind sowohl auf einzelnen Ikonen als auch auf den kleinen Randbildern über die sogenannten Wundertaten, die Bestandteil der Gottesmutterdarstellungen waren, anzutreffen. Diese beiden kleinen Szenen basieren auf der christlichen Tradition der Verehrung des Evangelisten Lukas als Schöpfer der zu Lebzeiten geschaffenen Darstellungen der Gottesmutter Maria. Die Überlieferung darüber kam nicht später als im 6. Jahrhundert auf. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts verwendete sie der Heilige Johannes von Damaskus als ein wichtiges Argument im Streit mit den Ikonoklasten.
Auf dem dritten und vierten Randbild wird die Überlieferung von dem nicht durch Hand geschaffenen Bild der Jungfrau Maria dargestellt. Die Apostel hatten die Gottesmutter gebeten, durch ihre Anwesenheit das Gotteshaus zu weihen, das in Lydda, dem heutigen Lod, unweit von Jerusalem errichtet worden war. Das letzte Randbild zeigt die Verneigung der Apostel und des Volkes vor dem nicht durch Hand geschaffenen Bild der Gottesmutter, das in diesem Gotteshaus erschienen war.
Die Ikone ist mit einer separaten Einlegetafel versehen, die 1709 geschaffen wurde. Auf ihr befindet sich der Hinweis, dass die Ikone eine Gabe des Kaufmanns Afanasij Sokolow aus dem Stand der Moskauer Kaufleute für das Mariä-Verkündungs-Kloster ist:



