Die Ikone „Der Erlöser, das stets wache Auge“ hat ein unbekannter Ikonenmaler in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gemalt. Im Zentrum der Komposition befindet sich ein Bett auf figurenhaft geschnitzten Füßen, die an kleine Säulen erinnern. Auf dem Bett liegt der junge Christus, der Emmanuel. Im Hintergrund hat der Künstler die Pflanzenwelt des Paradieses dargestellt.
Links des Bettes steht die Gottesmutter in betender Haltung. In ihren Händen hält sie eine Schriftrolle mit Gebetstexten zur Fürbitte für orthodoxe Christen. Die Haltung der Gottesmutter und die Schriftrolle verweist auf die Rolle der Jungfrau Maria als Fürbitterin, die immerfort in Verbindung steht mit dem stets wachen Herrn, der sein Volk beschützt und es mit seinem Blut erlöst hat. Zur rechten Seite Christi steht ein Engel, der einen Messstab und eine durchsichtige Halbkugel mit den Initialen Jesu trägt. Über dem Heiland schwebt ein weiterer Engel, der in seinen Händen die Leidenswerkzeuge, die Lanze und den Stock mit dem Schwamm hält. Die Leidenswerkzeuge sind nur schematisch angedeutet. Sie erinnern an zwei Stäbe mit zwei runden und rombusförmigen Spitzen. Der obere Teil der Ikone symbolisiert den Himmel. Am Himmel befindet sich der Herr Zebaoth, der die Betenden mit beiden Händen segnet. In den oberen Ecken der Ikone befinden sich die Sonne und der Mond.
Das Sujet der Ikone „Der Erlöser, das stets wachende Auge“ ist in der byzantinischen Kunst zu Beginn es 14. Jahrhunderts aufgekommen und wurde zunächst „Anapeson“ (Schlaflos) genannt. In Russland fand es erst zum Ende des 16. Jahrhunderts weite Verbreitung. Die Darstellung des mit offenen Augen schlafenden Jünglings Emmanuel symbolisiert die Einheit der göttlichen und menschlichen Natur des gekreuzigten und begrabenen Erlösers. Die Darstellung Christi, der zwar tot ist, jedoch von „seiner Gottheit her alles sieht“, assoziierten die Gläubigen mit den Worten aus dem Psalter: „Hilfe ereilt mich vom Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat, und der, während er Israel beschützt, niemals schlummert oder schläft“ (Ps. 120,2.4). Diese Worte finden sich oft als Aufschrift auf den Ikonen „Der Erlöser, das stets wachende Auge“. Ein Fragment dieses Textes findet sich auch auf der Muromer Ikone.
Die ikonographischen Mittel dieser Ikone haben sich in der russischen Kunst in der Mitte des 16. Jahrhunderts verfestigt. Für die Ikone charakteristisch sind kräftige Farben und der Kontrast zwischen rotbraun Tönen und der Farbe Blau. Die Gesichtszüge sind wegen einer vereinfachten Malweise eher symbolisch angedeutet.
Links des Bettes steht die Gottesmutter in betender Haltung. In ihren Händen hält sie eine Schriftrolle mit Gebetstexten zur Fürbitte für orthodoxe Christen. Die Haltung der Gottesmutter und die Schriftrolle verweist auf die Rolle der Jungfrau Maria als Fürbitterin, die immerfort in Verbindung steht mit dem stets wachen Herrn, der sein Volk beschützt und es mit seinem Blut erlöst hat. Zur rechten Seite Christi steht ein Engel, der einen Messstab und eine durchsichtige Halbkugel mit den Initialen Jesu trägt. Über dem Heiland schwebt ein weiterer Engel, der in seinen Händen die Leidenswerkzeuge, die Lanze und den Stock mit dem Schwamm hält. Die Leidenswerkzeuge sind nur schematisch angedeutet. Sie erinnern an zwei Stäbe mit zwei runden und rombusförmigen Spitzen. Der obere Teil der Ikone symbolisiert den Himmel. Am Himmel befindet sich der Herr Zebaoth, der die Betenden mit beiden Händen segnet. In den oberen Ecken der Ikone befinden sich die Sonne und der Mond.
Das Sujet der Ikone „Der Erlöser, das stets wachende Auge“ ist in der byzantinischen Kunst zu Beginn es 14. Jahrhunderts aufgekommen und wurde zunächst „Anapeson“ (Schlaflos) genannt. In Russland fand es erst zum Ende des 16. Jahrhunderts weite Verbreitung. Die Darstellung des mit offenen Augen schlafenden Jünglings Emmanuel symbolisiert die Einheit der göttlichen und menschlichen Natur des gekreuzigten und begrabenen Erlösers. Die Darstellung Christi, der zwar tot ist, jedoch von „seiner Gottheit her alles sieht“, assoziierten die Gläubigen mit den Worten aus dem Psalter: „Hilfe ereilt mich vom Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat, und der, während er Israel beschützt, niemals schlummert oder schläft“ (Ps. 120,2.4). Diese Worte finden sich oft als Aufschrift auf den Ikonen „Der Erlöser, das stets wachende Auge“. Ein Fragment dieses Textes findet sich auch auf der Muromer Ikone.
Die ikonographischen Mittel dieser Ikone haben sich in der russischen Kunst in der Mitte des 16. Jahrhunderts verfestigt. Für die Ikone charakteristisch sind kräftige Farben und der Kontrast zwischen rotbraun Tönen und der Farbe Blau. Die Gesichtszüge sind wegen einer vereinfachten Malweise eher symbolisch angedeutet.


