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Gottesmutter von Murom

Entstehungszeit
Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts
Maße
38x31 cm
Technik
Holz, gemischte Medien
2
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#1
Unbekannter Autor
Gottesmutter von Murom
#7
Die Ikone stellt die Gottesmutter von Murom dar. Der unbekannte Ikonenmaler schuf diese Arbeit Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts. Laut einer Legende hatte das Bild der Gottesmutter von Murom der heilige Fürst Konstantin Swjatoslawowitsch aus Kiew Christentum angenommen. Diese Ikone wiederholt die Darstellung der Gottesmutter, die sich in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale von Rjasan über dem Grabmal von Erzbischof Wassilij befand.

Die Gemeindemitglieder bezeichnete die Darstellung als „das Beten des heiligen Wassilij“. Die erste Erwähnung der Ikone stammt aus dem Jahr 1638. Sie erinnerte an antike griechische Darstellungen. An den Rändern ordnete der Ikonenmalerei die Darstellungen des Heiligen Wassilij (Basilius) von Parion und der gerechten Mariamne – einer Schwester des Apostels Philippus – an.

In der Chronik „Geschichte über die Begründung des Christentums in Murom“, die im 16. Jahrhundert verfasst worden war, beschrieb der unbekannte Autor ausführlich das Auftauchen dieser Darstellung und verschiedene Wunder, die sich neben ihr ereigneten. Zum ersten Wunder der Ikone wurde die Belehrung der heidnischen Einwohner von Murom, die nicht zum orthodoxen Christentum übertreten wollten. Vom Bild der Gottesmutter von Murom ging ein Leuchten wie von der Sonne aus, und die Heiden glaubten fest daran und beschlossen, sich taufen zu lassen.

Eine weitere Chronik, die „Erzählung über Wassilij von Rjasan“, berichtet, dass der heilige Bischof Wassilij die Ikone später nach Rjasan brachte. Der Heilige reiste auf seinem Umhang flussaufwärts auf der Oka. Dabei hielt er das Bild der Gottesmutter in seinen Händen. Diese Reise gilt als das zweite Wunder, das mit der Ikone verbunden war.

Auf dem unteren Ikonenrand befindet sich der Wortlaut des Troparions für die Ikone der Gottesmutter von Murom: 
#10
„Heute freut sich strahlend die Stadt Murom wie das Sonnenlicht, nachdem sie, Mutter Gottes, Deine wundertätige Ikone empfangen hat. Zu ihr eilen wir nun und beten, wobei wir Dich so anrufen: „Oh, wunderbare Herrscherin und Mutter Gottes, wir beten zu dem von Dir hervorgebrachten Jesus, unserem Gott, damit er diese Stadt und alle christlichen Städte und Länder befreit, sie vor allen feindlichen Tücken unbeschadet bewahrt und unsere Seelen errettet, denn Er ist barmherzig“.
#8
Die frühesten Ikonen, die zum Typ der Gottesmutter von Murom gehören, werden mit der zweiten Hälfte des 16. und dem beginnenden 17. Jahrhundert datiert.

Ursprünglich erfolgten die Feiern für die Muromer Ikone in der zweiten Woche der Petrifastenzeit. Später wurden sie der Thomaswoche gewidmet. 1814 bestimmte der Heilige Synod, dass die Feiern am 12. April (am 25. April entsprechend dem Gregorianischen Kalender) erfolgen. Im gleichen Jahr wurde in der Erlöserkirche der Kathedrale zur Geburt der Gottesmutter von Murom der Grundstein für eine Seitenkapelle zu Ehren der Gottesmutter-Ikone von Murom gelegt. Die weihte man 1818.
#11
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Gottesmutter von Murom

Entstehungszeit
Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts
Maße
38x31 cm
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Holz, gemischte Medien
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